Leichtathletik - Mo mit Silber
Mo gewinnt Silber bei den Deutschen Meisterschaften
Heute gewann Mohammad Amin Alsalami im Dresdener Heiz-Steyer-Stadion im Dreisprung eine Silbermedaille.
Auf "leichtathletik.de" liest sich das so:
Nicht hundertprozentig fit ging der Seriensieger im Dreisprung Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) an den Start. Der Olympia-Siebte wollte sich die Atmosphäre vor ausverkauften Haus aber nicht entgehen lassen. Ein gültiger Sprung auf 16,37 Meter bedeuteten den neunten Freiluft-Titel. Dahinter beflügelte das Publikum Mohammad Amin Alsalami (LAC Berlin) zu einer neuen Bestleistung von 16,28 Metern. Knapp unter der 16-Meter-Marke blieb Bronzemedaillengewinner Steven Freund (LAC Erdgas Chemnitz; 15,98 m).
Herzliche Glückwünsche an Mo und seinen Trainer Lutz Kramer!
Pressemitteilung des AC BERLIN:
Mohammad Amin Alsalami (LAC BERLIN) gewinnt Silber im Dreisprung bei den 125. Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik
Er hat lange darauf warten müssen und er war sehr gut vorbereitet.
Bei seinem ersten Start bei Deutschen Freiluftmeisterschaften konnte Mohammad Amin Alsalami im Dresdner Heinz – Steyer – Stadion seinen Traum vom Medaillengewinn bei einer DM wahrmachen.
Im ersten Versuch setzte er sich mit 15,72 m an die Spitze des Feldes. Im zweiten Durchgang sprang der Topfavorit Max Heß vom LAC Erdgas Chemnitz 16,37 m und schien den Wettkampf deutlich zu dominieren.
Aber im 5. Versuch zeigte Mohammad seine kämpferischen Qualitäten und sprang mit 16,13 m eine neue persönliche Bestweite. Im letzten Versuch spielte er seine langjährige Wettkampferfahrung aus und steigerte sich noch einmal auf 16,28 m. Am Ende fehlten nur 9 cm zur Siegerweite des Olympiasiebenten Max Heß! Fast wäre Mohammad eine große Überraschung geglückt.
Er selbst war überglücklich und bedankte sich überschwänglich bei seinem Trainer Lutz Kramer und beim Publikum.
Viele Jahre musste der syrische Kriegsflüchtling, der 2016 nach Deutschland kam, auf einen Start bei Deutschen Meisterschaften warten. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris startete er noch für das IOC – Refugee Team im Weitsprung. Im Januar 2025 wurde er eingebürgert. Die Konzentration auf den Dreisprung zahlte sich nun aus.
Sein Teamkamerad Denyo Schluckwerder startete im Weitsprung und konnte in einem schwierigen Wettkampf einen sehr guten 4. Platz mit einer Weite von 7,18 m belegen.
Trainer Lutz Kramer war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Er schätzt ein, dass Mohammad noch Reserven hat und noch größere Weiten im Dreisprung anstreben kann. Lutz betreut ihn seit 2016 und hat für ein stabiles Umfeld gesorgt, um seinem Athleten Spitzenleistungen zu ermöglichen. Eine Förderung erhält dieser nicht.
Doris Nabrowsky

